Dedalus Rezension #23 - Signalkabel - Probieren Sie ein Ricable
Das getestete Kabel ist tadellos verarbeitet, mit hochwertigen Steckern versehen und mit einem attraktiven gelben Außenmantel versehen. Der Querschnitt erscheint groß, obwohl es eine ausgezeichnete Flexibilität aufweist. Die Steckverbinder sind geklemmt und ermöglichen einen optimalen Anschluss an jede Art von Gerät.


Die Hörsequenzen wurden auf der Grundlage einer Reihe von Titeln durchgeführt, wobei entweder die Kabel am Ende der identifizierten Reihe oder die Kabel Spur für Spur gewechselt wurden. Dies geschah über mehrere Tage, um die Hörvariablen zu minimieren.
Ricable Das mitgelieferte Kabel ist ein neues, unversehrtes Kabel, weshalb es vor dem Anhören etwa vierzig Stunden lang gespielt wurde. Bei den ersten Sessions zeigte sich ein warmer, runder Klang, nicht zu sehr in den Extremen ausgedehnt, aber mit einem sehr guten Mitteltonbereich, natürlich und rund, sehr angenehm sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Stimmen. Keine Härte, da der Hochtonbereich nicht vorhanden ist, und keine Schlammigkeit, da die Tendenz besteht, einen nicht-invasiven Bass zu präsentieren. Die Klangbühne erscheint weit, sowohl frontal als auch seitlich, und bietet eine ausgezeichnete Beteiligung.
Der Klang des Kabels blieb bis zu etwa einhundert Betriebsstunden im Wesentlichen gleich. Nach den hundert Stunden verbesserte sich der Klang spürbar, insbesondere im Bassbereich, wo der Klangkörper endlich dem der Referenzkabel entsprach. Allerdings blieb der Klang recht geschlossen, in der Ausdehnung begrenzt, und es fehlten die feinsten Details und das, was ich gerne als den "Atem der Musik" bezeichne. Auch die transversale Breite der Szene blieb relativ begrenzt, eher in der Nähe des Kopfes. Der Test wurde mit sehr gut aufgenommenen Klassik-, Jazz- und Rockmusikstücken durchgeführt, wobei die Kabel mehrmals gewechselt wurden, um die Wiederholbarkeit der Empfindungen zu testen.


Haben Sie welche gefunden?
Im Vergleich zu den Referenzkabeln scheint es einen gewissen Auflösungsmangel bei den feineren Details im Hochtonbereich zu geben, eine Art Opazität, die es nicht erlaubt, bestimmte Texturen der Becken des Schlagzeugs zu unterscheiden, es fehlt der Zauber, den die Referenzkabel wiederherstellen können. Der Bass- und Mittelbassbereich erscheint ebenfalls zurückhaltender und bietet eine sehr saubere Wiedergabe, aber nicht immer mit der nötigen Wucht.
Nach hundertstündigem Hören hat sich der Hochtonbereich nicht so geöffnet, wie ich es mir gewünscht hätte, und bleibt weit entfernt von den Details, die die Referenzkabel bieten. Das Ergebnis ist also ein unvollständiger Klang, dem es an der Feinheit im Hochtonbereich fehlt, die die Referenzkabel ermöglichen, ohne jemals aggressiv und unangenehm zu wirken. Schade, wenn man bedenkt, dass im Mitteltonbereich ein ausgezeichnetes Niveau erreicht wird.
